Samstag, 20. Dezember 2008

Toskanische Weihnacht: nie ohne Panforte!



Das geheiligte Familienrezept für die ultimativen Vanillekipferln wird hier ausnahmsweise nicht verraten. Dafür kann ich euch jenes für das Toskanische Panforte nur ans Herz legen:

150 g geschälte Mandeln und 150 g geschälte Nüsse (Macadamia- oder Hasel-, je nach Gusto) ohne Fettzugabe in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Abkühlen lassen, danach grob hacken. Backrohr auf 160 Grad vorheizen (Umluft: 140 Grad).

200 g kandierten Ingwer und 100 g Orangeat fein hacken, mit den gehackten Nüssen, 150 g Pistazien und 200 g Mehl vermischen. Mit 1 Teelöffel Zimt, etwas gemahlenem Muskat und 1 Prise gemahlenem Kardamom würzen.

200 g Akazienhonig mit 200 g Staubzucker und 75 ml Wasser unter Rühren in einem Kochtopf erhitzen, bis der Sirup etwas eingedickt ist. Dann Mehlmischung mit dem Sirup rasch verkneten (Knethaken, Küchenmaschine) und gute 10 Minuten abkühlen lassen.

In eine mit Backpapier ausgelegte Springform oder einen variablen Backrahmen gleichmässig verstreichen. Auf der 2. Schiene von unten ca. 50 Minuten backen.

Abkühlen lassen. Ausgekühlt mit Staubzucker bestreuen und in dünne Scheiben schneiden, je nach Länge davon mundliche Stücke schneiden.

TIPP: Panforte schmeckt am Besten, wenn es noch ein paar Tage durchziehen kann. Dazu in Küchenfolie wickeln und in einer Keksdose kühl lagern lassen.

Rezept 2008 entdeckt bei: www.brigitte.de/rezepte

Dienstag, 9. Dezember 2008

Suppenzeit



Da unser kleiner Vampir mittlerweile an der Elternküche partizipiert, gibts Wintersuppe ab sofort "verkehrt rum" gekocht: 1/4 Hokaido und 2 mittelgroße Pastinaken in wenig Wasser weichdünsten. Pürieren, für Carola was beiseite packen und den rest mit ganz wenig Suppenpulver würzen und mit ein wenig heißem Wasser udn einem Schuß Obers verlängern.

Lecker! So g'schmackig kann natur pur sein. : )

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Butterstangerl


Fuer den Teigboden:
250 g Butter (in dem Fall keine Margarine!!)
250 g Mehl
2 El Schlagobers
2 El Most
1 Messerspitze Backpulver
1 Dotter
eine Prise Salz

Mehl mit der Butter verbroeseln, restliche Zutaten rasch einarbeiten und kurz durchkneten. Mindestens eine Stunde kuehl rasten lassen.

Fuer den Guss ein Eiklar mit dem Schneebesen aufschlagen, mit 150 g gesiebtem Staubzucker verruehren. Teig messerrueckendick ausrollen (evtl. in 2 Portionen), mit dem Guss gleichmaessig bestreichen. Die Teigplatten in gleichmaessige Streifen schneiden, mit Hilfe einer Palette einzeln auf Bleche legen.

Bei 175 Grad hell backen - der Guss soll gerade keine Farbe annehmen, aber trocken sein.

(Was zugegebenermassen diesmal etwas schwer zu erkennen war, weil ich mit ein paar Prisen Lebensmittelfarbe gezaubert hab...).

Mohn Polos



Weil ich gerade so am wuzeln war, gabs dann doch noch Kekse:

200 g Mehl
150 g weiche Butter
100 g frisch gemahlener Mohn
70 g Staubzucker
1 Dotter
Saft und Schale einer Zitrone
Mark einer Vanilleschote
1 leicht gehäufter Kaffeeloeffel Zimt
4 Essloeffel eiskaltes Wasser

Mehl mit der Butter kurz verbroeseln, Mohn, Zucker und Aromaten zugeben und mit dem Dotter rasch verkneten. Teig eine Stunde kuehl rasten lassen.

Ein Eiklar leicht verschlagen, weiters 100 g Mohn (ungemahlen) in einer Schale bereitstellen. Teig in Portionen teilen und Kugeln formen. Erst in das Eiklar tauchen, dann in den Mohn drücken. Im vorgeheizten Backrohr bei 170 Grad (Heissluft 150 Grad) ca. 12 - 15 Minuten backen. Noch warm mit erwaermter Marmelade (Konfituere) zusammensetzen. Wir fanden Marille passend (weil der Powidl schon in anderen Keksen gelandet war...).

Und so schaun's dann aus, kurz bevor s' vernascht werden:

Innviertler Knödelfreuden


Weil man nicht immer nur Kekse backen kann, gabs gestern huebsch deftiges aus der Familienkueche: Matthias hat Grammeln angeschleppt und was macht die kluge Frau daraus??

Innviertler Grammelknoedeln:

Mehlteig aus 600 g griffigem Mehl, 0,3 l eiskaltem Wasser, einer Prise Salz und 3 Essloeffeln Sonnenblumenoel bereiten. Kurz und gut abschlagen, mit einem Kuechentuch abdecken und eine halbe Stunde rasten lassen.

Für die Fuelle 300 g Grammeln (Grieben) von Hand klein hacken und mit Salz, Pfeffer und reichlich frischer Petersilie abschmecken. Aus der Masse kleine Kugerln formen, evtl. vor der Weiterverarbeitung ein Weilchen im Kuehlschrank kalt stellen.

Teig zu einer Rolle formen, gleich große Stuecke abschneiden, von Hand ausziehen und Grammelkugerln darin fest einwickeln. Achtung - keine Luftblasen! Auf einem reichlich bemehlten Blech oder Kuechenbrett ablegen, evtl. nochmals leicht mit Mehl bestaeuben.

In leicht gesalzenem Wasser in ca. 12-15 Minuten gar koecheln. Mit Sauerkraut und frischem Schnittlauch garniert servieren.

Hinweis: Ich mag die Knoederl mit sehr duennem Teig (max. 5 mm), wie ich's aus dem Innviertel kenne. Das ergab somit knapp 50 golfballgrosse Knoederl und - jede Menge Mehlteig-Rest.

Alternativ kann man die Fuelle aus weißem Speck (Lardo, Kuebelspeck) oder kaltem, faschiertem Bratenfleisch machen. Am Besten natuerlich alle drei Varianten auf einem Teller vereint. : )

Kardamom Pantoffeln


Sagte ich, es gibt heuer nix in
Konditor-Qualität? : ))

Für ca. 70 Stück nimmt man:
175 g Butter
85 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
1 EL Rum (bzw. Apfelsaft)
1 gestrichenen Tl Kardamom,
im Mörser fein gemahlen
250 g Mehl
1 gestrichenen Tl Backpulver
1 Prise Salz

Butter schaumig schlagen, Zucker einarbeiten, Rum und gemahlenen Kardamom unterrühren. Mehl mit Salz und Backpulver vermischen und über die Buttermasse sieben.

Teig rasch abkneten (oder gleich in der Küchenmaschine bereiten) und am besten über Nacht kühl stellen.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen (Umluft 160 Grad), Teig messerrückendick ausrollen. "Pantoffeln" (Tropfen oder beliebige Formen) ausstechen und ca. 10 Minuten backen.

Ausgekühlte Kekse mit den Spitzen in Kuvertüre tauchen und üppig verzieren.

Lemon Cookies


Für 50 bis 60 Stück benötigt man:
230 g Butter
150 g Zucker
1 großes Ei
Saft und abgeriebene Schale einer
unbehandelten Zitrone
250 g Mehl
1 Tl Salz


Weiche Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, Salz, Ei, Zitronenschale und -saft unterrühren. Zuletzt das Mehl kurz und rasch einarbeiten. Teig zu Rollen von ca. 3 cm Durchmesser formen und für mindestens 1 Stunde kühl stellen.

Backrohr auf 170 Grad vorheizen (Umluft 150 Grad). Rollen in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und 10 bis 12 Minuten hell backen.

Verfeinern: Rollen vor dem Kühlen entweder in Haselnusskrokant oder Hagelzucker wälzen.